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Institut für Sportwissenschaft

Sportökologie – Professor Dr. Manuel Steinbauer

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Abschlussarbeitsthemen

Qualitative Analyse der Wahrnehmung von Wildtieren durch OutdoorsportlerInnen

Erholungssuchende wie OutdorrsportlerInnen nutzen zu großen Teilen den Lebensraum von Wildtieren. Vor allem Berg- und Waldsysteme zählen zu beliebten Ausflugs- und Sportzielen. Wie jedoch die Wahrnehmung und das Bewusstsein für die Koexistenz zwischen Mensch und Tier aussehen ist weitgehend unbekannt. Gleichzeitig wäre ein bewusster und respektvoller Umgang mit Wildtieren und deren Lebensräumen ein wichtiger Schritt in Richtung naturverträglicher Erholung beim Outdoorsport oder bei anderen Aktivitäten in natürlichen Systemen.

Ziel dieser Abschlussarbeit ist es deshalb mittels qualitativer Daten Wahrnehmung, Motivation und Bewusstsein von Erholungssuchenden in Wald- und Bergsystemen zu quantifizieren. Mit Hilfe eines überregional eingesetzten Fragebogens sollen die Regionen Naturpark Fichtelgebirge, Naturpark Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst, sowie Gebiete im deutschen Alpenraum betrachtet werden. Dabei sollen sowohl Gemeinsamkeiten als auch regionale Besonderheiten herausgearbeitet werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Veronika Mitterwallner/Manuel Steinbauer

Sportarten bzw. Nutzerverhalten von Sportlern/Sportlerinnen und deren Auswirkungen auf die UmweltEinklappen

Sport, Bewegung und Spiel sind wesentliche Elemente des menschlichen Daseins und werden heutzutage vielfach in der Natur abgehalten. Sport in der freien Natur ist eine Grundlage für körperlicher Leistungsfähigkeit, bietet Ausgleich für Bewegungsarmut, fördert gesellschaftliche und soziale Lebensfreude und ist besonders auch für Jugendliche ein Element erfüllter Freizeit. Die Natur und Umwelt, als Grundlage dieser und vieler anderer Aktivitäten, zu pflegen und zu erhalten erfüllt somit ein ureigenes Interesse des Outdoorsports, und liegt gleichzeitig auch in der Verantwortung der SportlerInnen und der Sportindustrie.
Belastbare Studien zur Auswirkungen von Sport und dem Verhalten der Sporttreibenden können zur Entwicklung einer nachhaltigen Sportstrategie beitragen.

  • Experimentelle Studie zur Wirkung von Paddelschlägen auf die Entwicklung von Fischlaich

Dem Paddeln bei Wassersportarten wie Kajak- oder Kanufahren wird eine störende Wirkung auf aquatische Organismen nachgesagt. In Wasserbecken soll in dieser Arbeit experimentell getestet werden, ob sich das Paddeln tatsächlich störend auf die Entwicklung von Fischlaich auswirkt. Die Arbeit erfolgt in Zusammenarbeit mit der Tierphysiologie (Prof. Dr. Schuster) und ist für alle Studiengänge offen.

Niveau der Abschlussarbeit: Master

AnsprechpartnerIn: Manuel Steinbauer

  • Quantitative Erfassung des Nutzerverhaltens von SportlerInnen mittels digital verfügbarer Datenquellen

Neuerdings wird versucht das raum-zeitliche Nutzerverhalten von Sportlern und Sportlerinnen über verschiedene frei zugängliche Datenquellen zu quantifiziert. Die Zuverlässigkeit einer bestimmten Fitness App als Management-Tool soll in dieser Arbeit analysiert werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Anne-Maria Schweizer

  • Einfluss des Kanusports auf die Vegetationsstruktur in Fließgewässern

 Die Auswirkungen der Besucherfrequenz eines Flusses auf die Vegetationsstruktur wird über mehrere Flüsse hinweg erfasst und analysiert.

Niveau der Abschlussarbeit: Master

AnsprechpartnerIn: Anne-Maria Schweizer

  • Vergleich von Erfassungsmethoden zur Überwachung von Eisvögel unter dem Einfluss von Wassersportarten

Wassersportarten wie Kanufahren oder SUP laufen Gefahr Tiere in Gewässernähe zu stören. Der Beispielorganismus Eisvogel ist ein kleiner, versteckt brütender Vogel, der für Forschungsfragen traditionell von Personen vor Ort mühsam beobachtet werden muss. Ziel der Arbeit ist es den Eisvogels mit automatisierten Methoden zu überwachen. Foto- und Video-Fallen sollen mit Beobachtungen vor Ort verglichen und ob ihrer Effizienz verglichen werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Anne-Maria Schweizer

  • Ökologische Folgen des Sportfischens und Jagens

 Ziel der Arbeit ist ein Überblick über „klassische“ Sportarten wie Jagen und Fischen im Hinblick auf ihre ökologischen Auswirkungen. Der Schwerpunkt kann hierbei auf bestimmte Regionen oder Arten gelegt werden (z.B. bestimmte standortfremde Arten, die zu Jagdzwecken eingeführt wurden).

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Anna Walentowitz

  • Wie beeinflussen Outdoorsportaktivitäten gefährdete Arten?

 Analysiert werden die Daten der Roten Liste (IUCN) im Hinblick auf ihre Gefährdung durch Sportaktivitäten.  Der Schwerpunkt kann hierbei auf bestimmte Regionen, Sportarten oder Arten/Gruppen gelegt werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Anna Walentowitz

  • Einfluss von Outdoorsport auf Wiesenbrüterbestände im Altmühltal

Die Wiesenbrüterbestände der extensiv bewirtschafteten Feucht- und Nasswiesengebiete im Altmühltal nehmen trotz intensiver Betreuung ab. Gleichzeitig steigen die touristischen Besucherzahlen in der Region und es kommt vermehrt zu Nutzungskonflikten zwischen Naturschutz und Outdoorsport. Da Wiesenbrüter sehr sensibel auf Störungen reagieren soll in dieser Arbeit die Störung durch Outdoorsportler mit Hilfe von Citizen Science Daten (App NaturaList) quantifiziert werden.

Nivear der Abschlussarbeit: Master

AnsprechpartnerIn: Manuel Steinabauer

  • Einfluss von Bergsportarten auf Aktivitätsmuster von Wildtieren

 Mit Hilfe von Fotofallen werden räumliche Muster von Outdoor-Sportlern wie Skilangläufern, Mountainbikern oder Wanderern und Wildtieren in Bergsystemen dokumentiert und automatisiert analysiert. Dadurch sollen mögliche Effekte untersucht werden um Verbesserungsvorschläge des Managements zu entwickeln.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Veronika Mitterwallner

  • Ausbreitungspotential von Spermatophyta durch Outdoorsport

 In Keimversuchen soll untersucht werden ob keimfähiges Material potentiell in Schuhsolen oder Fahrradreifen von Outdoor-Sportlern ausgebreitet wird und möglichst welche Arten betroffen sind.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Veronika Mitterwallner

  • Einfluss von MTB-Aktivitäten auf seltene Pflanzenarten an der Friesener Warte (Fränkische Schweiz)

Mit Hilfe von Vegetationsplots quantifiziert werden inwiefern MTB-Aktivitäten auf offiziellen und inoffiziellen Wegen der Friesener Warte (Fränkische Schweiz) das Vorkommen seltener Pflanzenarten beeinflussen.

Niveau der Abschlussarbeit: Master

AnsprechpartnerIn: Veronika Mitterwallner

Nutzer- und BesucherlenkungEinklappen

Unter Besucherlenkung in Bezug zu Natur- und Landschaftsschutz werden Maßnahmen zur Beeinflussung von Besuchern und Besucherinnen hinsichtlich ihrer räumlichen, zeitlichen und quantitativen Verteilung sowie ihrer Verhaltensweisen und Einstellungen gegenüber dem Schutzgut verstanden. Mithilfe der Besucherlenkung sollen negative Auswirkungen auf die Schutzobjekte minimiert und eine größtmögliche Erholungs- und Erlebnisqualität gewährleistet werden. Um eine nachhaltige Besucherlenkung implementieren zu können, sollten Maßnahmen, ihre Handhabe und Effektivität untersucht und gemonitort werden.

  • Indirekte Besucherlenkung im Fluss

Indirekte Besucherlenkung im Fluss ermöglicht es über Hindernisse oder das angebotene Spektrum an Aktivitäten sensible Bereiche zu entlasten. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen sowie deren Einsatz im Management soll untersucht werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Anne-Maria Schweizer

  • Regeln und Argumentation für Nutzungseinschränkungen im Kanusport

 Die Regeln und deren zugrundeliegenden Argumentation für Nutzungseinschränkungen im Kanusport an verschiedenen Flüssen Europas wird erarbeitet und mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand verglichen.

Niveau der Abschlussarbeit: Master (subsections potentially suitable as Bachelor theses)

AnsprechpartnerIn: Anne-Maria Schweizer

Auswirkungen des Klimawandels auf Sport und SportstättenEinklappen

Der Klimawandel beeinflusst unsere Umwelt und somit auch den Sport. Am deutlichsten wird dies im Wintersport sichtbar: beispielsweise muss vielerorts ausbleibender oder geringer werdender Schneefall mit Schneekanonen kompensiert werden oder ehemalige Skigebiete und Lifte müssen aufgrund dieser Gegebenheiten schließen. Der Klimawandel betrifft jedoch nicht nur eine Veränderung der Winterbedingungen, sondern macht sich auch im Sommer bemerkbar. Dieses Themenfeld der Sportökologie widmet sich der Erforschung von Auswirkungen der Klimaveränderungen auf Sportler, Sportarten und Sportstätten.

  • Auswirkung des Klimawandels auf bestehende Skigebiete

Der Klimawandel erhöht weltweit den Druck auf die Schneesicherheit in vielen Skigebieten. Mittels einer Befragung von Betreibern in Skigebiete soll herausgefunden werden wie betroffene Skigebiete auf zunehmende Schneeunsicherheit reagieren, bzw. wie viele tatsächlich bereits existenziell betroffen sind. Als Grundlage dienen Berechnungen der Schneebedeckung in Deutschland und überlagerte Skigebietsdaten von Open Street Map.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor

AnsprechpartnerIn: Veronika Mitterwallner

  • Vergleich von Klimamodellen und Fernerkundungsdaten zur Bestimmung der tatsächlichen Auswirkungen klimatischer Effekte auf Skibetriebe

Globale Klimamodelle sagen eine Abnahme von Schneetagen für viele derzeitige Schneegebiete voraus. Dies hat unmittelbare Folgen für den Skibetrieb in diesen Gebieten. Zur Verifizierung von Modellvorhersagen sollen die Modellberechnungen zu Schneetagen mit Fernerkundungsdaten (MODIS) verglichen und der Grad der Überlappung festgestellt werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Master

AnsprechpartnerIn: Anna Walentowitz

  • Quantifizierung der klimatischen Nische des Skisports

Der Klimawandel erhöht weltweit den Druck auf die Schneesicherheit in vielen Skigebieten. In dieser Abschlussarbeit soll deshalb die klimatische Nische für Skifahrende quantifiziert werden. Mit Hilfe einer Nischenmodellierung sollen räumliche und klimatische Voraussetzungen für Skifahrende identifiziert werden, sowie großräumliche Nischenunterscheide und die zukünftige Abdeckung der Nische angesichts des Klimawandels quantifiziert werden. Außerdem soll eine mögliche Überlappung der Nische von Skifahrenden mit naturschutzrelevanten Nischen analysiert werden und diese über großräumige Regionen verglichen werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Master

AnsprechpartnerIn: Anna Walentowitz

Lokale und globale Verbreitungsmuster von Sportarten und sportbezogenem HandelnEinklappen

Die Entwicklung des modernen Sports von seinen Anfängen bis heute zeigt eine deutliche Dynamik. Dies betrifft die Anzahl der Sportarten, der Sportler und der Sportorganisationen (Vereine, Verbände). Weltweit existieren etwa 500 Sportarten, von denen es aber nur relativ wenige zu einer umfas­senden internationalen Verbreitung geschafft haben. Geschwindigkeit, Ausmaß und Standhaftigkeit der Diffusion von Sportarten hängen stark mit dem Fluss von Menschen, Umweltfaktoren, Technologie, Geld und Ideologien zusammen und machen die Entwicklung des modernen Sports zu einem Teil der weltweiten Globalisierung. Vor diesem Hintergrund wird auf einer evolutions­ökonomischen und umweltfaktorieller Basis die internationale Diffusion des modernen Sports untersucht.

  • Aufgabe von Ski Liften

Muster in der Errichtung und Aufgabe von Skiliften werden mit externen Wirkfaktoren verknüpft. Dabei soll neben den Ursachen auch die derzeitige Nutzung der ehemaligen Skigebiete untersucht werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Manuel Steinbauer

  • Untersuchung der Verbreitungsmuster von Sportarten (z.B. Skigebiete, Fußballfelder)

Unter Verwendung von OpenStreetMap-Daten, sollen die Verbreitungsgebiete bestimmter Sportstätten wie beispielsweise Skipisten modelliert werden und räumliche Faktoren, welche das Vorkommen bestimmen identifiziert werden.

Niveau der Abschlussarbeit: Master

AnsprechpartnerIn: Veronika Mitterwallner, Anna Walentowitz

PaläoökologieEinklappen

Die Paläoökologie ist die Lehre von der Lebensweise der fossilen Organismen, fossilen Lebensräumen und deren Lebensgemeinschaften sowie deren Beziehungen zu ihrer Umwelt.

  • Aussterben von Megafaunen im später Quartär

Das Aussterben vieler Elefantenarten scheint eng mit der Ankunft des Menschen in Verbindung zu stehen. Dieses Projekt verknüpft fossile Vorkommensnachweise mit Umweltvariablen, um das potentielle Vorkommensgebiet ausgestorbener Elefantenarten zu quantifizieren.

Niveau der Abschlussarbeit: Bachelor/Master

AnsprechpartnerIn: Manuel Steinbauer


  • Quantifizierung der menschbedingten Vegetationsänderungen in Nordamerika vor der Besiedelung durch die Europäer

Ziel der Arbeit ist es zu quantifizieren wo in Nordamerika schon vor der Europäischen Besiedlung Änderungen in der Vegetation durch den Menschen nachweisbar sind. Die Arbeit analysiert existierender Daten zum Auftreten von Pflanzenpollen in Bohrkernen über Jahrtausende. Notwendig ist neben grundlegendem ökologischem Verständnis vor allem gute Fähigkeiten in R.

Niveau der Abschlussarbeit: Master

AnsprechparterIn: Manuel Steinbauer

Sportwissenschaften am ArbeitsmarktEinklappen

Der Arbeitsmarkt im Bereich des Sports hat sich in den letzten Jahrzehnten stark ausdifferenziert und bietet Absolventen und Absolventinnen der Sportwissenschaft heute unterschiedlichste Tätigkeitsfelder. Dies bedeutet auch eine Veränderung der gesuchten Anforderungsprofile bezogen auf die Fähigkeiten und Lehrinhalte des Studiums sowie des Erfolgs verschiedener Karrierestrategien der Absolventen/Absolventinnen. Um diese Kompetenzen und erforderliches Fachwissen systematisch dem Arbeitsmarkt zuführen zu können, sind sportwissenschaftliche Ausbildungsgänge fortlaufend zu überprüfen und konsequent an bestehende wie auch an sich neu entwickelnde Arbeits- und Berufsfelder des Sportsystems anzupassen.

  • Veränderungen im Anforderungsprofil von SportwissenschaftlerInnen

 Eine automatische Textanalyse von Stellenausschreibungen ermöglicht es Veränderungen in den Anforderungen an angehende Sportwissenschaftler und Sportwissenschaftlerinnen zu quantifizieren. Die Untersuchung wird ein besonderes Augenmerk auf analytische Fähigkeiten legen um die zukünftige Ausbildung in den Sportwissenschaften entsprechend anpassen zu können.

Niveau der Abschlussarbeit: Master

AnsprechpartnerIn: Manuel Steinbauer


Verantwortlich für die Redaktion: Veronika Mitterwallner

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