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BAYSPO – BAYREUTHER ZENTRUM FÜR SPORTWISSENSCHAFT

Sportökologie – Professor Dr. Manuel Steinbauer

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Unsere Forschungsschwerpunkte

Itz Urs Leuthäusser

Dynamik von Ökosystemen und Biodiversität

Der fortschreitende menschengemachte Klimawandel verändert die Umweltbedingungen weltweit und beeinflusst damit die Struktur und Funktion von Ökosystemen. Diese Veränderungen erhöhen das Risiko des Artensterbens und können zu einem Rückgang der biologischen Vielfalt führen. Da Biodiversität eine zentrale Grundlage für stabile Ökosysteme und menschliches Wohlergehen darstellt, sind ihre Veränderungen von großer gesellschaftlicher Relevanz. In unseren Forschungsprojekten untersuchen wir, wie sich klimatische Veränderungen auf Ökosysteme auswirken, welche Folgen dies für Arten und Lebensgemeinschaften hat und wie sich Biodiversitätsmuster unter zukünftigen Umweltbedingungen verändern werden.

Urs Leuthäusser Cochamo Abseilen

Mensch-Umwelt Interaktionen und Nachhaltigkeit

Der Mensch ist Teil der Natur und steht in vielfältigen Wechselwirkungen mit seiner Umwelt. Unsere Forschung untersucht insbesondere die Auswirkungen von Freizeit- und Sportaktivitäten auf die biologische Vielfalt sowie auf das Verhalten von Wildtieren. Darüber hinaus analysieren wir den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt durch Radfahrende und untersuchen räumliche Muster von Besucherströmen in Schutzgebieten. Ziel ist es, wissenschaftliche Grundlagen für eine nachhaltige Nutzung von Naturräumen zu schaffen und Maßnahmen zu entwickeln, die den Schutz sensibler Ökosysteme mit Freizeit- und Erholungsnutzung in Einklang bringen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung nachhaltiger Konzepte für Outdoor-Aktivitäten wie Bouldern und Klettern.

Fossil founds

Biogeographische Modellierung

Ein methodischer Schwerpunkt unserer Forschung liegt in der Modellierung von Ökosystemen und Artverbreitungen. Durch die Verknüpfung multispektraler Fernerkundungsdaten, hochaufgelöster LiDAR-Daten, klimatischer Informationen sowie umfangreicher Biodiversitätsdatenbanken analysieren und erklären wir ökologische Zusammenhänge auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Skalen. Diese Modelle ermöglichen es uns, zukünftige Entwicklungen von Arten und Ökosystemen vorherzusagen und die Auswirkungen globaler Umweltveränderungen zu bewerten.

Urs Leuthäusser La Palma

Inselbiogeographie

Inseln stellen einzigartige natürliche Modellsysteme dar und eignen sich besonders für makroökologische und biogeographische Untersuchungen. Aufgrund ihrer räumlichen Isolation lassen sich die Auswirkungen der Einwanderung neuer Arten sowie menschlicher Einflüsse auf Ökosysteme besonders gut erforschen. Mithilfe fossiler Pollen aus Sedimentkernen rekonstruieren wir vergangene Vegetations- und Umweltbedingungen und analysieren langfristige Veränderungen von Lebensgemeinschaften. Durch die Nutzung umfangreicher Pollendatensätze untersuchen wir, wie sich die Vegetation seit der Ankunft des Menschen auf Inseln verändert hat und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf die Funktionen und Stabilität von Ökosystemen haben.

Tigermücke auf Blatt

Vektorübertragene Krankheiten

Wir erforschen die Risiken von durch Stechmücken übertragenen Infektionskrankheiten, deren Bedeutung im Zuge des Klimawandels auch in Mitteleuropa zunimmt. Zu diesen sogenannten arboviralen Erkrankungen zählen unter anderem West-Nil-Fieber, Denguefieber und Chikungunya. Im Mittelpunkt unserer Forschung stehen die räumliche Verbreitung potenzieller Vektoren sowie die Entwicklung hochaufgelöster epidemiologischer Risikomodelle für Deutschland und ausgewählte Städte. Ziel ist es, zukünftige Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und eine wissenschaftliche Grundlage für Präventions- und Anpassungsmaßnahmen bereitzustellen.


Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Manuel Steinbauer

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